Die kurze Antwort
Der Tankrabatt landet in Deinem Autohaus an drei Stellen gleichzeitig: in der Kaufberatung, an der Serviceannahme und auf der Werkstattrechnung. Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14 Cent je Liter, inklusive Umsatzsteuer sind das knapp 17 Cent (AUTOHAUS/dpa, 2026). Kostenpunkt für Bund und Länder: rund 2,5 Milliarden Euro. Ein Spritpreisdeckel soll frühestmöglich, spätestens zum 1. Januar 2027 folgen. Die Entlastung selbst ist klein, die Gespräche, die sie auslöst, sind es nicht.
Dein Gewinn daraus: Du behandelst die nächsten drei Monate als Beratungs- und Bindungsfenster statt als Randnotiz und holst Dir sechs Ergebnisse. Erstens eine Antriebsberatung, die auf Fahrprofil und Lademöglichkeit rechnet statt auf Tagespolitik, und deshalb Stornos und spätere Reklamationen vermeidet. Zweitens eine Mannschaft, die auf Preisklagen empathisch reagiert, statt Kunden ungewollt zur freien Werkstatt zu schicken. Drittens einen konkreten Serviceanlass für Oktober, der dem Kunden belegbar Geld spart und Dir Werkstattauslastung bringt. Viertens ein Gespräch im Dezember, das den Wegfall der Senkung ehrlich benennt, statt ihn auszusitzen. Fünftens einen Januar, in dem Dein Haus als einziges noch etwas zu sagen hat. Sechstens Zahlen darüber, welcher dieser Schritte tatsächlich Termine erzeugt hat.
Warum ist der Tankrabatt für Dein Autohaus kein Nebenthema?
Kurz gesagt: Ein Autohaus verdient nichts am Kraftstoffpreis, führt aber in den nächsten Monaten jedes zweite Kundengespräch darüber. Der Spritpreis entscheidet mit, ob ein Kunde Verbrenner oder Elektro kauft, und er entscheidet mit, wie er eine Werkstattrechnung empfindet. Beides passiert in Deinem Haus, nicht in Berlin.
Die Versuchung ist groß, das Thema abzuhaken. AUTOHAUS und dpa haben die Einigung am 20. September 2026 sauber aufbereitet, inklusive der Kritik quer durch Verbände, Wissenschaft und Parteien (AUTOHAUS/dpa, 2026). Die Berichterstattung ist tadellos, die Maßnahme ist umstritten, und für den eigenen Betrieb klingt das nach Politik. Genau hier liegt der Denkfehler.
Die Zahl, die Du kennen musst
Für Deinen eigenen Fuhrpark ist die Senkung überschaubar. Bei 2.000 Litern im Quartal für Überführungs-, Ersatz- und Zustellfahrzeuge sind knapp 17 Cent je Liter rund 340 Euro. Echtes Geld, und gleichzeitig weniger als eine einzige unproduktive Werkstattwoche eines Kfz-Mechatronikers kostet. Als Ertragsposten taugt der Tankrabatt nicht.
Und die Zahl, die Deine Kunden fühlen
Ein Pendler mit 20.000 Kilometern im Jahr und 7,5 Litern Verbrauch tankt rund 1.500 Liter jährlich, also etwa 375 Liter im Quartal. Knapp 17 Cent darauf sind rund 64 Euro für die gesamten drei Monate, also gut 21 Euro im Monat. Objektiv wenig. Subjektiv ist der Spritpreis trotzdem die Zahl, die jeder Autofahrer täglich sieht, auswendig kennt und emotional bewertet. Diese Lücke zwischen objektiver Kleinigkeit und subjektiver Dauerpräsenz ist der eigentliche Grund, warum das Thema Dein Betriebsthema ist.
Wie rechnest Du Verbrenner gegen Elektro, wenn der Spritpreis politisch gemacht wird?
Kurz gesagt: Der Spritpreis beeinflusst die Antriebsentscheidung stark, aber nicht der Spritpreis von heute, sondern der erwartete Preis über die Haltedauer. Genau deshalb wird die Beratung im Autohaus jetzt wichtiger und nicht unwichtiger. Wer nur den Tagespreis vergleicht, berät falsch. Wer Fahrprofil und Lademöglichkeit mitrechnet, berät richtig.
Warum drei Monate Rabatt die Rechnung nicht drehen
Ein Kunde hält sein Fahrzeug mehrere Jahre. Die Senkung gilt zwölf Wochen. In einer Vollkostenrechnung über vier Jahre macht sie bei unserem Pendler rund 64 Euro aus, verteilt auf 48 Monate. Das ist Rauschen, kein Signal. Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat den Punkt scharf formuliert, als sie sagte, auf Kosten der jungen Generation werde das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor subventioniert (AUTOHAUS/dpa, 2026). Ob man diese Bewertung teilt, ist eine politische Frage. Für die Beratung folgt daraus nur eines: Der Tankrabatt gehört nicht in die Rechnung, sondern ins Gespräch darüber, wie unsicher Kraftstoffkosten inzwischen sind.
Was die Rechnung wirklich dreht
Der Hebel liegt beim Laden, nicht beim Tanken. Zwischen Haushaltsstrom in der eigenen Garage und dem Schnelllader an der Autobahn liegt ein Vielfaches, und dieser Unterschied ist bei jeder Fahrt wirksam, nicht drei Monate lang. Ein Kunde mit Wallbox, Photovoltaik und 80 Prozent Heimladeanteil rechnet völlig anders als ein Laternenparker, der ausschließlich öffentlich lädt. Beide sitzen bei Dir am Tisch, beide fragen dasselbe, und beide brauchen eine andere Antwort. Das ist keine Verkaufsroutine mehr, das ist echte Beratungsarbeit.
Fünf Fragen, die vor jeder Antriebsempfehlung geklärt sein müssen
- Jahresfahrleistung und Streckenprofil. 8.000 Kilometer Kurzstrecke sind etwas völlig anderes als 35.000 Kilometer Autobahn.
- Lademöglichkeit zu Hause und am Arbeitsplatz. Ohne diese Angabe ist jede Kostenrechnung wertlos.
- Erwarteter Heimladeanteil. Die eine Prozentzahl, die den Betriebskostenvergleich entscheidet.
- Geplante Haltedauer. Sie bestimmt, ob Restwertrisiko oder Betriebskosten schwerer wiegen.
- Besondere Lasten. Anhänger, Dachbox, häufige Zuladung. Ein Dachgepäckträger erhöht den Energieverbrauch bei 130 km/h um bis zu 25 Prozent (Umweltbundesamt, 2026), und zwar bei jedem Antrieb.
Diese fünf Angaben passen auf eine halbe Seite. Wenn sie im Dealer-Management-System hinterlegt sind, hat der Verkäufer beim nächsten Kontakt eine Grundlage statt einer Erinnerung. Und die Serviceannahme weiß, mit wem sie es zu tun hat.
Was passiert an der Annahme, wenn der Kunde über die Spritpreise stöhnt?
Kurz gesagt: Die gefährlichste Minute im Autohaus ist die, in der ein Kunde über Kosten klagt und niemand richtig darauf reagiert. Er redet über Sprit, gemeint ist sein Gefühl, zu viel zu zahlen. Wird das übergangen, überträgt er dieses Gefühl direkt auf die Rechnung, die vor ihm liegt.
Der Satz, der den Kunden kostet
Drei Reaktionen hört man in Betrieben immer wieder, und alle drei richten Schaden an. Die erste ist das Schulterzucken: „Ja, ist halt so.“ Die zweite ist die Belehrung: „Dann hätten Sie mal ein E-Auto nehmen sollen.“ Am schlimmsten wirkt die dritte, nämlich gar keine Reaktion, weil der Mitarbeitende schon beim nächsten Formular ist. Keine davon ist böse gemeint. Jede davon sagt dem Kunden dasselbe: Mein Geld interessiert hier niemanden.
Warum gerade gehobene Häuser hier verwundbar sind
In einem Premiumhaus ist der Stundenverrechnungssatz höher, die Rechnung ist höher, und der Kunde weiß das. Er akzeptiert es, solange er das Gefühl hat, dass jemand sein Geld ernst nimmt. Fällt dieses Gefühl weg, kippt die Bewertung sofort, und der Gedanke ist naheliegend: Hier wird ohnehin nicht aufs Geld geschaut, also fahre ich die nächste Inspektion zur freien Werkstatt.
Dieser Gedanke ist kein Einzelfall, sondern ein Langzeittrend. Bei Reparaturen kamen freie Werkstätten 2022 auf 56 Prozent Marktanteil, Markenwerkstätten auf 31 Prozent. Neun Jahre zuvor war das Verhältnis noch umgekehrt, damals lagen die freien Betriebe bei 39 und die Markenbetriebe bei 46 Prozent (Deutsche Automobil Treuhand, 2023). Bei Fahrzeugen ab zehn Jahren gehen inzwischen 77 Prozent der Wartungen an freie Werkstätten. Der Abwanderungspfad beginnt selten mit einem Streit. Er beginnt mit einer Bemerkung, die niemand aufgefangen hat.
Drei Sätze, die tragen
Empathie ist hier kein Wohlfühlthema, sondern Umsatzsicherung. Drei Formulierungen funktionieren in der Praxis:
- Anerkennen, ohne zu bewerten: „Das merken gerade alle, und ich verstehe, dass das nervt.“
- Kompetenz anbieten, ohne zu verkaufen: „Wollen wir kurz schauen, was an Ihrem Auto wirklich Sprit frisst? Reifendruck und Dachträger machen mehr aus, als man denkt.“
- Transparenz bei der eigenen Rechnung: „Ich gehe die Position mit Ihnen durch, dann sehen Sie, was davon Pflicht ist und was warten kann.“
Der zweite Satz ist der wirksamste, weil er die Klage in einen Serviceanlass verwandelt, und zwar einen ehrlichen. Dazu gleich mehr.
Was kostet es Dein Autohaus, diese drei Monate einfach laufen zu lassen?
Kurz gesagt: Nichtstun kostet ein Autohaus in zwei Währungen. Finanziell über abgewanderte Servicekunden, unproduktive Stunden und Nacharbeit. Menschlich über eine Mannschaft, die sich in vier Stufen verabschiedet, von denen die Geschäftsleitung die ersten beiden nie sieht.
Die finanzielle Währung
Eine Modellrechnung mit eigenen Annahmen, keine Statistik. Ein Servicekunde kommt zweimal im Jahr und lässt 450 Euro je Besuch da, also 900 Euro Jahresumsatz. Bei angenommenen 55 Prozent Deckungsbeitrag im Service sind das rund 495 Euro Deckungsbeitrag pro Kunde und Jahr. Wandern in einem Quartal fünf solcher Kunden ab, weil ihre Preisklage dreimal ins Leere lief, fehlen über drei Jahre rund 7.400 Euro Deckungsbeitrag. Dazu kommt, dass ein abgewanderter Servicekunde den nächsten Fahrzeugkauf in aller Regel nicht bei Dir tätigt.
Parallel läuft der klassische Posten weiter. Zwei unproduktive Stunden je Produktivem und Woche, zehn Produktive, 45 Arbeitswochen: 900 Stunden im Jahr, die Du bezahlst und nicht fakturierst. Nacharbeit lässt Arbeitszeit ein zweites Mal anfallen. Verlängerte Standzeiten blockieren Hebebühnenplätze, die in der Spitze fehlen. Am teuersten wird die Fluktuation mit Ausschreibung, Auswahl, Einarbeitung und mehreren unbesetzten Monaten für eine einzige Stelle.
Die menschliche Währung
Ein Mitarbeitender, der täglich Preisklagen abbekommt und keine Sprachregelung dafür hat, verschleißt. Unzufriedenheit verläuft dann in vier Stufen, und sie wird erst spät hörbar.
- Still. Der Mitarbeitende ärgert sich, sagt nichts, hängt hinten dran und geht genervt nach Hause. Nach außen läuft alles.
- Rückzug. Er hört auf mitzudenken, macht nur noch das Eigene und behält Hinweise für sich, weil sich ja doch nichts ändert.
- Murren. Jetzt wird es hörbar, in der Pause, an der Teiletheke, vor dem Kunden. Die Haltung überträgt sich auf das Team.
- Kündigung. Erst innerlich, dann auf dem Papier. Es geht meist nicht der Schwächste, sondern der, der am schnellsten etwas Neues findet.
Der richtige Zeitpunkt zum Handeln ist Stufe 1. Sichtbar wird Stufe 1 nur durch eine anonyme Befragung, denn niemand geht mit stillem Ärger zur Geschäftsleitung. Wer wartet, bis es murrt, repariert auf Stufe 3 und zahlt den Preis von Stufe 4. Und noch einmal deutlich: Probleme dieser Art sind Organisationsprobleme, keine Charakterprobleme. Dein Team ist nicht das Problem. Fehlende Sprachregelungen, unklare Zuständigkeiten und stille Übergaben sind es.
Wo die Daten aufhören
Ehrlich bleibt auch das: Es gibt keine belastbare Studie, die misst, wie viele Servicekunden wegen einer unempathischen Reaktion abwandern. Belegt ist die Verschiebung zu freien Werkstätten im Langzeittrend (Deutsche Automobil Treuhand, 2023), belegt ist, dass 45 Prozent der deutschen Fahrzeughalter die Serviceannahme lieber selbst digital erledigen würden, bei den 18- bis 24-Jährigen sogar 69 Prozent, und dass 41 Prozent davon Warteschlangen vermeiden wollen (AUTOHAUS, 2026b). Die Verbindung zwischen beidem ist plausibel, aber nicht gemessen. Wer Dir etwas anderes erzählt, verkauft Dir eine Zahl, die es nicht gibt.
Wie nutzt Du die drei Monate und ihr Ende für die Kundenbindung?
Kurz gesagt: Ein Autohaus kann aus diesem Quartal zwei Anlässe machen statt keinem. Der Beginn der Senkung ist der Aufhänger für einen ehrlichen Spritspar-Check, ihr Ende am 31. Dezember ist der Aufhänger für ein Gespräch über die nächsten zwölf Monate. Der Januar ist dabei der wertvollste Monat, weil dann alle anderen schweigen.
Oktober: der Spritspar-Check mit belegten Zahlen
Kein Rabattgeschrei, sondern ein Service, der nachweisbar Geld spart. Das Umweltbundesamt beziffert die Effekte konkret: Ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck erhöht den Energieverbrauch um etwa 5 Prozent. Ein Dachgepäckträger treibt ihn bei 130 km/h um bis zu 25 Prozent hoch, ein Fahrradträger um 7 bis 32 Prozent. Winterreifen kosten bis zu 10 Prozent, die Klimaanlage im Stadtverkehr 10 bis 30 Prozent, im Mittel 10 bis 15 Prozent. Wer statt 120 nur 100 km/h fährt, spart rund 15 Prozent (Umweltbundesamt, 2026).
Daraus wird ein Zwanzig-Minuten-Termin: Reifendruck prüfen und korrigieren, Dachträger abbauen, Luftfilter und Ölviskosität ansehen, unnötigen Ballast aus dem Kofferraum. Der Kunde bekommt einen Zettel mit seiner persönlichen Ersparnis in Euro pro Jahr. Dein Haus bekommt einen Werkstattkontakt, bei dem nebenbei der Zustand des Fahrzeugs gesehen wird. Beides ist ehrlich, und genau deshalb wirkt es.
November: aus dem Winterreifentermin ein Beratungsgespräch machen
Der Räderwechsel bringt ohnehin fast jeden Kunden ins Haus. Nutze die zwanzig Minuten Wartezeit für die fünf Fragen aus dem Beratungsabschnitt und trage die Antworten ins System ein. Am Jahresende hast Du für einen großen Teil Deines Bestands ein Fahr- und Ladeprofil. Wenn im Frühjahr die nächste Förderdebatte losgeht, rufst Du nicht ins Blaue an, sondern genau die Kunden, bei denen die Rechnung tatsächlich aufgeht.
Dezember: den Countdown ehrlich benennen
Am 31. Dezember ist die Senkung vorbei, und ob der angekündigte Spritpreisdeckel kommt, weiß heute niemand (AUTOHAUS/dpa, 2026). Diese Unsicherheit auszusprechen, ist stärker als sie zu verschweigen. Eine kurze Nachricht an den Bestand, die sagt, was ab Januar gilt und was nicht, positioniert Dein Haus als denjenigen, der mitdenkt. Wichtig ist, was dabei nicht passiert: kein künstlicher Kaufdruck, keine erfundene Frist. Wer den Countdown als Verkaufstrick benutzt, verbrennt genau das Vertrauen, um das es hier geht.
Januar: der Monat, in dem alle anderen schweigen
Sobald die Entlastung weg ist, verschwindet das Thema aus der Werbung, obwohl es für den Kunden gerade erst richtig weh tut. Eine schlichte Botschaft im Januar wirkt deshalb überproportional: Der Rabatt ist ausgelaufen, hier sind drei Dinge, die an Ihrem Fahrzeug tatsächlich etwas bringen, und hier ist der Termin dafür. Das ist der Moment, in dem sich entscheidet, ob Dein Haus als Verkäufer oder als Berater erinnert wird.
Die halbe Stunde, die das alles trägt
Bevor irgendeine Kampagne startet, braucht es dreißig Minuten mit Annahme, Teiledienst und Verkauf. Eine einzige Frage steht im Raum: Was sagen wir, wenn ein Kunde über die Spritpreise klagt? Die Antworten werden gemeinsam formuliert, nicht von oben verteilt, und sie hängen danach sichtbar an der Annahme. Ohne diesen Schritt bleibt jede Kampagne eine Anzeige, die an der Theke nicht eingelöst wird.
Woran erkennst Du eine Unternehmensberatung, die im Autohaus wirklich etwas verändert?
Kurz gesagt: Ein Autohaus braucht keine Analyse als PDF, sondern jemanden, der bis zur Umsetzung dabeibleibt. Die Unterscheidungsfrage lautet deshalb nicht, was in der Präsentation steht, sondern wer im Januar noch in der Halle steht, wenn die Sprachregelung zum ersten Mal unter Druck gerät.
Die Arbeits- und Organisationspsychologin Sonja Lang und ihr Team der ErVer Unternehmensberatung arbeiten mit Autohäusern von 20 bis 400 Mitarbeitenden, vom inhabergeführten Betrieb bis zur Gruppe. Hinter jedem Projekt steht ein fester Ansprechpartner sowie ein Team aus Arbeitspsychologen, Kommunikationsfachleuten und Strategen. Der Ansatz ist durch den TÜV Rheinland nach ISO 9001 zertifiziert, und die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung wird nach den GDA-Leitlinien rechtskonform miterledigt.
Was ausdrücklich nicht passiert
Kein Konzept von außen, das an der Realität Deiner Halle vorbeigeht. Kein PDF, das in der Schublade landet. Keine selbsternannten Coaches, die noch nie einen Auftragsstatus gesehen haben. Stattdessen Umsetzungsbegleitung: Die Sprachregelung an der Annahme, der Beratungsbogen im Verkauf und die Kennzahlen dahinter werden gemeinsam mit Deinen Leuten eingeführt, nachjustiert und gemessen.
Wo die Grenzen liegen
Eine Beratung ersetzt keine fehlende Fachkraft und keinen tragfähigen Standort. Wenn die Ertragsbasis strukturell fehlt, zeigt die Analyse das, und dann ist die richtige Antwort eine unternehmerische, keine organisatorische. Diese Klarheit gehört ins erste Gespräch und nicht ins zwölfte.
Wie fängt das an?
Kurz gesagt: Mit einem kostenlosen Klartext-Call von dreißig Minuten. Darin wird geschaut, wo Dein Autohaus heute steht und wohin die Reise unternehmerisch gehen darf. Ohne Verkaufspräsentation, ohne Verpflichtung.
Der Tankrabatt läuft am 31. Dezember 2026 aus. Was danach politisch kommt, entscheidet Berlin. Was bis dahin an Deiner Annahme gesagt wird, entscheidest Du.
Häufige Fragen zum Tankrabatt und zum Autohaus
Ab wann gilt der Tankrabatt 2026 und wie hoch ist er?
Vom 1. Oktober bis 31. Dezember 2026 sinkt die Energiesteuer um 14 Cent je Liter, inklusive Umsatzsteuer sind das knapp 17 Cent (AUTOHAUS/dpa, 2026).
Was kostet die Maßnahme und kommt danach ein Spritpreisdeckel?
Rund 2,5 Milliarden Euro tragen Bund und Länder. Ein Deckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens ist frühestmöglich und spätestens zum 1. Januar 2027 geplant (AUTOHAUS/dpa, 2026).
Ändert der Tankrabatt die Entscheidung zwischen Verbrenner und Elektro?
Der Spritpreis tut das sehr wohl, der Tankrabatt selbst kaum. Bei 20.000 Kilometern im Jahr macht er über die drei Monate rund 64 Euro aus. Entscheidend sind Fahrprofil, Haltedauer und vor allem der Anteil des Ladens zu Hause.
Welche Angaben braucht eine seriöse Antriebsberatung?
Jahresfahrleistung und Streckenprofil, Lademöglichkeit zu Hause und am Arbeitsplatz, erwarteter Heimladeanteil, geplante Haltedauer sowie besondere Lasten wie Anhänger oder Dachbox.
Fragen zu Annahme, Team und Kundenbindung
Wie reagiere ich, wenn ein Kunde an der Annahme über Spritpreise klagt?
Anerkennen ohne zu bewerten, dann Kompetenz anbieten, dann die eigene Rechnung transparent durchgehen. Schulterzucken, Belehrung oder gar keine Reaktion kosten Vertrauen.
Warum ist das gerade für gehobene Autohäuser heikel?
Weil der höhere Stundenverrechnungssatz nur akzeptiert wird, solange der Kunde das Gefühl hat, dass sein Geld ernst genommen wird. Fällt das weg, liegt der Wechsel zur freien Werkstatt nahe.
Wie groß ist der Marktanteil freier Werkstätten?
Bei Reparaturen lagen freie Werkstätten 2022 bei 56 Prozent und Markenwerkstätten bei 31 Prozent. 2013 war das Verhältnis noch 39 zu 46 Prozent (Deutsche Automobil Treuhand, 2023).
Was bringt ein Spritspar-Check wirklich?
Ein um 0,5 bar zu niedriger Reifendruck kostet etwa 5 Prozent Mehrverbrauch, ein Dachgepäckträger bei 130 km/h bis zu 25 Prozent, die Klimaanlage in der Stadt 10 bis 30 Prozent (Umweltbundesamt, 2026). Diese Effekte sind größer als der Tankrabatt.
Wie nutze ich das Auslaufen der Senkung am 31. Dezember?
Indem Du es vorher ehrlich ansprichst und im Januar als einziger noch etwas Nützliches zu sagen hast. Künstlicher Kaufdruck mit erfundenen Fristen schadet mehr, als er bringt.
Woran erkenne ich, dass mein Team unzufrieden ist?
Auf Stufe 1 und 2 gar nicht, denn stiller Ärger und Rückzug sind von außen unsichtbar. Sichtbar wird beides nur durch eine anonyme Befragung.
Nächster Schritt
Wenn eines dieser Themen in Deinem Betrieb ein Thema ist, lohnt sich ein Gespräch. Eine Analyse der Ist-Situation und ein gemeinsamer Blick darauf, wohin die Reise unternehmerisch gehen darf, ist immer sinnvoll.
ErVer Unternehmensberatung
Von-Papen-Anger 2, 59457 Werl
Telefon +49 (0) 2922 912 11 89
info@erver-unternehmensberatung.de
Quellen
- AUTOHAUS. (2026b, 18. September). Digital statt analog: Junge Kunden wollen Self-Service im Autohaus. https://www.autohaus.de/nachrichten/autohandel/digital-statt-analog-junge-kunden-wollen-self-service-im-autohaus-3904074
- AUTOHAUS/dpa. (2026, 20. September). Hohe Spritpreise: Neuer Tankrabatt ab Oktober, Kritik an fehlendem Sparanreiz. https://www.autohaus.de/nachrichten/politik/hohe-spritpreise-neuer-tankrabatt-ab-oktober-kritik-an-fehlendem-sparanreiz-3905867
- Deutsche Automobil Treuhand. (2023). DAT-Report 2023. Marktanteile bei Reparatur und Wartung, zitiert nach schaden.news: https://schaden.news/de/article/link/43490/langzeittrend-reparatur-wartungsverhalten-freie-werkstaetten
- Umweltbundesamt. (2026). Sprit sparen: Kosten für Benzin, Diesel und Strom reduzieren. Abgerufen am 21. September 2026 von https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/mobilitaet/sprit-sparen


